Tablet-PCs haben dem Spielemarkt zu neuen Höhenflügen verholfen, doch eines kann man damit nicht: Spiele zocken, die grafisch mit PC oder Konsole mithalten können. Das soll sich bald ändern, geht es nach Razer: Der Gaming-Hardware-Hersteller hat auf der CES das erste High-End-Tablet speziell für Spieler vorgestellt.
Das Projectfiona getaufte Tablet wird mit 10,1-Zoll-Touchscreen von einem Intel-Core-i7-Prozessor der dritten Generation, damit soll das Gerät beinahe so schnell wie ein PC sein.
Speziell für Spieler wurde die Steuerung umgesetzt: An beiden Seiten befinden sich Controller, zudem kommen Beschleunigungssensoren und Force-Feedback zum Einsatz. Der Bildschirm wird per Multitouch bedient. In einer Aussendung ließ Racer-Chef Min-Liang Tan wissen, die Seuerung unterstütze alle existierenden PC-Games, biete Entwicklern aber auch neue Möglichkeiten.
Tablet soll noch heuer erscheinen
Noch befindet sich Project Fiona in der Entwicklungsphase, daher steht das genaue Aussehen und weitere technische Einzelheiten wie die Akkulaufzeit noch nicht fest. Klar ist aber, dass WLAN, Bluetooth und Dolby 7.1 Surround-Sound zum Einsatz kommen. Das Display verfügt über eine Auflösung von 1280 mal 800 Pixel. Ab dem vierten Quartal 2012 soll Project Fiona per Versand erhältlich sein, die Kosten liegen laut Razer voraussichtlich unter 1.000 US-Dollar (ca. 783 Euro).
Erste Tester begeistert
Auf der CES lag bereits ein - früher - Prototyp von Project Fiona zum Antesten vor, die anwesenden Journalisten zeigten sich begeistert. So berichtet etwa Gizmodo, "Warhammer 40K: Space Marine" sei "wunderbar" gelaufen, das Gaming-Tablet fühle sich leicht an und sei sehr gut zu bedienen.
Die Spieleplattform Steam von Valve verzeichnet weiterhin ein massives Wachstum. Obwohl die Konkurrenz langsam zulegen kann, hat sich der Umsatz 2011 im siebten Jahr in Folge um mehr als 100 Prozent gesteigert, teilte das Unternehmen mit.
Wie Valve ausführte, plane man, einen großen Teil dieser Einnahmen wieder in die Plattform zu investieren, um den Service gegenüber dem Spieler auszubauen und neue Features zu implementieren. Aktuell sind rund 40 Millionen Nutzer bei dem Dienst angemeldet. In Spitzenzeiten müssen die dahinterliegenden Systeme bereits über 5 Millionen Nutzer parallel bedienen.
Entsprechend hoch ist auch der Datenverkehr, den die Plattform mit den rund 1.800 Spielen, die auf ihr gehostet sind, generierte. Wie der Betreiber zu berichten wusste, habe man im vergangenen Jahr insgesamt 780 Petabyte Daten über die Leitungen geschickt. Die Menge wird sich in der kommenden Zeit wohl noch einmal deutlich steigern.
Bewährt habe sich die Funktion zum In-Game-Verkauf von zusätzlichen Inhalten. 19 Millionen Transaktion wurden bisher über dieses Feature durchgeführt. Seit Juni werden über Steam auch Free-to-Play-Games bereitgestellt, die über eben jenem Weg finanziert werden können. 18 Titel sind hier bereits online und laut Valve soll deren Zahl im neuen Jahr deutlich zulegen.
Aktuell bereitet das Unternehmen den Start des neuen Features "Big Picture UI" vor. Dieses soll es Nutzern ermöglichen, die Spiele der Plattform auch auf großen Displays wie Fernsehern und in verschiedenen Räumen ihres Zuhauses zu spielen.